apE Projekt

Das Labor Leistungselektronik rüstet seit Anfang 2025 eine Ape 50 auf Elektro um. Hier gibt es Details des Umbaus, Bild und Videomaterial zu sehen. Das Projekt apE vereint ingenieurwissenschaftliches Know-how mit kreativem Design und trägt aktiv zur Förderung nachhaltiger Mobilitätskonzepte bei.

Haben Sie eine Ape und würden diese gerne auf Elektro umrüsten sprechen Sie uns gerne an!

Das Grundfahrzeug ist eine Piagio Ape tm P50 Baujahr 1986

Umbaukonzept: 

Für den Umbau der Ape auf einen elektrischen Antrieb wurde bewusst ein minimalinvasives Konzept gewählt. Ziel war es, die Fahreigenschaften sowie den ursprünglichen Charakter des Fahrzeugs so weit wie möglich zu erhalten. Aus diesem Grund wurden ausschließlich folgende Komponenten des Original-Antriebsstrangs entfernt: Kurbelwelle, Zylinder, Tank, Lüfter und Zündung. Die originale Kurbelwelle wurde durch eine neu gefertigte Welle ersetzt. An dieser neuen Welle – an der zuvor das Schwungrad und der Lüfter montiert waren – ist nun der Elektromotor angeflanscht. Durch diese Lösung konnten sowohl das originale Getriebe als auch das Differenzial vollständig erhalten bleiben. Der mechanische Eingriff am Fahrzeug wurde somit auf ein Minimum reduziert. Die elektrischen Komponenten wie Motorcontroller (Inverter), Traktionsbatterie, Sicherungseinheiten sowie weitere Systembausteine wurden in zwei kompakten Containern unter der Ladefläche untergebracht – exakt an der Stelle, an der sich zuvor der Tank befand. Diese Position erlaubt eine gute Zugänglichkeit und schützt die Komponenten zugleich vor Witterungseinflüssen und Beschädigung. Am Bremssystem wurden keine Änderungen vorgenommen. Dieses wurde, ebenso wie Fahrwerk und Reifen, komplett überholt oder erneuert. Leistung und Höchstgeschwindigkeit wurden entsprechend dem Originalfahrzeug elektronisch angepasst, sodass sich das Fahrverhalten nicht verändert. Auch das Gesamtgewicht des Fahrzeugs bleibt nahezu identisch – es ergibt sich lediglich eine geringfügige Abweichung im einstelligen Kilogrammbereich. Das 12 V Netz des Fahrzeugs, das für die Beleuchtung zuständig ist, bleibt von dem Umbau weitgehend unberührt. In der Fahrerkabine wurde eine Fahrbereitschaftsanzeige, ein Warnblinker und ein Not-Aus-Schalter nachgerüstet.  

 

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